Von Zürich ans westliche Ende Europas

Ohne zu fliegen wollten wir nach Sagres, dem südwestlichen Punkt des europäischen Festlandes. Unser erster Stopp auf unserer Reise war Paris. Die klassischen Touristenattraktionen, wie den Eiffelturm oder den Arc de Triumpf, liessen wir aus und genossen vor allem das Gefühl der Stadt. Mein Geheimtipp für Paris ist es, auf die Terrasse des Lafayette zu steigen. Von dort hat man gratis eine wunderbare Aussicht über die gesamte Stadt.

Mit dem Zug reisten wir von Paris nach Barcelona. Die etwas mehr als sechs Stunden Fahrt verbrachten wir mit dem Spiel «The Game Duel» und einem riesigen Picknick. So verging die Reise im handumdrehen. In Barcelona besuchten wir die Sagrada Familia. Ohne Corona hätten wir wohl einige Stunden anstehen müssen um Gaudis Kunstwerk besichtigen zu könnnen, jetzt aber gab es nicht mal eine Warteschlange. Die Sagrada Familia gibt einiges zu bestaunen, neben vielen Türmen und Skulpturen beindruckte mich auch die Geschichte und das Lichtspiel des Kunstwerks. Neben einigen touristischen Attraktionen genossen wir auch das gute Essen von Barcelona. Besonders genüsslich waren dabei die Pinchos. Eine Art von belegenten Brötchen, welche uns mit ihrem unschlagbaren Preis von 1.5 pro Stück Euro überzeugten.

Die Sagrada Familia besticht mit ihrem unglaublichen Farbenspiel

Von Barcelona ging es weiter nach Sevilla. Mit 10 Stunden Fahrt war dies unsere längst Zugfahrt. Doch einige Folgen der Netflix Serie Lupin halfen uns auch diese Reise entspannt zu geniessen. Sevilla gefiel mir von allen bereisten Städten am besten. Mich überzeugten die schönen farbigen Häuser, welche mich an die Karibik erinnerten, und dass alles zu Fuss gut erreicht werden konnte. In Sevilla besuchten wir den Königspalast «Alcázar». Der Königspalast war mit seiner schönen Wandbemalung, der arabischen Architektur und dem noch schöneren Garten auf jeden Fall sehenswert. Auch ist Game of Thrones im Königpalast gefilmt worden.

Der Königspalast von Sevilla

Von Sevilla reisten wir mit dem Bus nach Lagos und von dort weiter nach Sagres. Leider mussten wir die Beinfreiheit, welche wir im Zug genossen hatten, aufgeben. Die Reise dauerte jedoch auch nur vier Stunden und so erreichten wir schon bald unser Endziel.

Die meisten Reisenden, welche es nach Sagres verschlägt, lieben das Surfen. Wir hingegen reisen wegen einer Freundin nach Sagres, welche dort ein Surfhouse mit dem Namen «LemonTree» aufbaut. Sagres bietet neben Wellen, welche sich für Anfänger*inne und fortgeschrittene Surfer*innen eignen, zusätzlich sehr steile Küstenabschnitte. Auch steigen die Temperaturen in Sagres wegen dem immer wehenden Wind fast nie über 30 Grad.

Die steile Küste von Sagres

Mit dem Bus fuhren wir innerhalb von vier Stunden von Sagres nach Lissabon. Es heisst Lissabon sei auf sieben Hügeln erbaut worden und so fühlte es sich auch an. Da wir des Hochlaufens bald müde wurden, kauften wir uns ein Tramticket. Da die Tram auch eine Sehenswürdigkeit von Lissabon ist, konnten wir zwei Dinge gleichzeitig erreichen. Ich würde allen raten, die nach Lissabon kommen die Nastel de Nata in Belem zu essen. Pastel de Nata, die traditionelle Süssspeise von Portugal, kann man fast überall essen und sie schmeckt immer sehr gut. Doch in Belem gibt es mit Abstand die Besten. So schlossen wir unsere Reise und unser Essen mit einer Köstlichkeit ab.

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